Quellenangaben

Die Abessinierkatze gehört seit 2007 zu der Gruppe der sequenzierten Organismen. Das bedeutet, dass von ihrem Genom die Sequenz der Nukleinbasen nahezu vollständig bekannt ist. Ein Wissenschaftlerteam des National Cancer Institute, Frederick in den USA identifizierte anhand der DNA-Probe einer ausgewachsenen weiblichen Abessinierkatze insgesamt 20.285 potenzielle Gene.

Die Entschlüsselung des Genoms soll vergleichende Untersuchungen bei genetisch vererbten Krankheiten erleichtern, die sowohl bei Katzen wie auch bei Menschen vorkommen. Ein Beispiel ist hier die Augenkrankheit Retinopathia pigmentosa, von der 30.000 bis 40.000 Menschen in Deutschland betroffen sind. Zudem gelten Katzen als gute Modelllebewesen bei der Erforschung von Infektionskrankheiten wie Aids da bei ihnen mit dem Erreger FIV ein eng mit dem HIV verwandter Virus vorkommt.

  1. ↑ M. D. Stables, William Gordon: Cats – Their Points and Characteristics, with Curiosities of Cat Life, and a Chapter on Feline Ailments. Dean & Son, London 1876.
  2. ↑ Early Abyssinian Standard from 1889
  3. ↑ Blutgruppen bei Katzen
  4. ↑ Cat Color Genetics and Pigmentation
  5. ↑ Dortmunder Kreis (DOK) – Gesellschaft für Diagnostik genetisch bedingter Augenerkrankungen
  6. ↑ Webseite Laboklin – Gentest für Progressive Retina Atrophie (rdAc-PRA) in Abessinier- und Somali-Katzen
  7. ↑ Urs Ginger: „Erythrozyt-Pyruvat-Kinase-Mangel als Ursache für eine intermittierende (in Schüben verlaufende) Anämie bei Abessinier- und Somalikatzen“. In: RAS – Rassekatzen-Journal für Abessinier und Somalis. Ausgabe 4, Jahrgang 14, 2001, S. 13–14.
  8. ↑ RA (Renal Amyloidose)
  9. ↑ Abstract der Publikation in Genome Research 17:1675–1689, 2007
  10. ↑ Durchleuchtete Katzen – Forscher veröffentlichen Genomsequenz der Hauskatze

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