Der Afrikanische Wildhund (Lycaon pictus) ist der größte Wildhund der afrikanischen Savanne. In älterer Literatur findet man ihn oft auch unter der Bezeichnung „Hyänenhund“, da er eine entfernte äußere Ähnlichkeit mit Hyänen aufweist. Ähnlich wie Hyänen ist der Afrikanische Wildhund ein Herdentier. Anders als bei den Hyänen pflanzt sich jedoch nur das dominante Paar innerhalb eines Rudels fort. Seine Nachkommen werden gemeinschaftlich im Rudel aufgezogen. Das Verbreitungsgebiet des Afrikanischen Wildhundes erstreckt sich über die gesamte afrikanische Savannenlandschaft, allerdings ist dieser Hund nirgendwo häufig. Die IUCN ordnet die Art als gefährdet ein.
Der wissenschaftliche Name Lycaon pictus bedeutet soviel wie „bunter Wolf“ und bezieht sich auf die Farben des Fells. Die Grundfarbe ist schwarz, doch am ganzen Körper mit braunen, rötlichen, gelben und weißen Flecken besetzt. Diese Fellfarben sind bei jedem Individuum anders verteilt, so dass keine zwei Wildhunde genau gleich aussehen. Das Fell ist kurz und manchmal so spärlich, dass an mehreren Stellen die nackte, schwarze Haut durchscheint.
Ein Afrikanischer Wildhund hat eine Kopfrumpflänge von 90 cm, hinzu kommen 35 cm Schwanz. Bis zur Schulter steht er 70 cm hoch, und das Körpergewicht beträgt knapp 25 kg. Mit diesen Maßen steht er zwischen Schakalen und Wölfen. Wildhunde aus dem Süden Afrikas sind durchschnittlich größer als die aus den östlichen Teilen des Kontinents.
Wie für Hunde charakteristisch haben ihre Gliedmaßen nur eine geringe Seitenbeweglichkeit, was einen großen Einfluss auf die Technik hat, mit der sie ihre Beute erlegen. Durch die geringe Seitenbeweglichkeit können sie anders als Katzenartige nicht in der Lage, ihre Beute mit den Pfoten zu erfassen. Sie sind wie die meisten der Caniden ausdauernde Hetzjäger.