Erscheinungsbild und wesentliche Charaktermerkmale

Altdeutsche Hütehunde sind vom Aussterben bedrohte Hütehundschläge aus Deutschland. Diese Hunde wurden fast ausschließlich von umherziehenden Schäfern gehalten. Ihr Erscheinungsbild ist sehr unterschiedlich, da ihre Verwendbarkeit und ihre Leistungsfähigkeit im Vordergrund stand.

Ab dem Mittelalter verbreitete sich die Wanderschäferei über ganz Europa. Die Schäfer führten zum Schutz der Herde, zum Treiben und Bewachen Hunde mit. Die Hunde der Schäfer auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands waren alle etwa mittelgroß, leicht und wendig, mit wetterfestem Fell. Die Bezeichnung Rasse greift hier nicht, zu unterschiedlich ist zum Beispiel die Fellbeschaffenheit. Bei diesen Hunden redet man von „Schlägen“, also Hunden, die sich von weitem sehr ähneln, beim näheren Hinsehen aber sehr wohl unterschiedlich sind. Regional bestehen aber durchaus Gemeinsamkeiten. Einige Bezeichnungen der Schläge weisen darauf hin: So spricht man beispielsweise vom Harzer Fuchs, vom Westerwälder Kuhhund und vom Pommerschen Pudel. Zu den wesentlichen Eigenschaften aller Schläge zählt Leichtfuttrigkeit, Härte, Hitzeresistenz und Ausdauer.

Charakterlich entsprechen die Altdeutschen Hütehunden den Anforderungen an einen typischen Arbeitshund. Sie sind temeperamentvoll, draufgängerisch, arbeitswillig und sehr eigenständig.

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