Das Verbreitungsgebiet der Art reichte früher bis nach Südosteuropa sowie in den Mittleren und den Nahen Osten. Der Asiatische Löwe war so gut wie ausgerottet. Zwischenzeitlich gab es nur noch zwanzig Individuen. Im Gir-Nationalpark in Indien konnte die Population wieder anwachsen.
Die starke Inzucht führte jedoch zu einem Verlust der genetischen Vielfalt dieser Löwen. Der Fortbestand der Art, von denen es weltweit nur rund 250 bis 300 Tiere gibt, ist zurzeit noch nicht gesichert. Der Asiatische Löwe wird deshalb in der Roten Liste der IUCN als „vom Aussterben bedroht“ (critically endangered) geführt. Mit ihren afrikanischen Verwandten sind sie genetisch nicht kompatibel, was eine Einzucht zur Arterhaltung unmöglich macht.
Die Jagd obliegt den Weibchen. Nur in Ausnahmefällen beteiligen sich die Männchen des Rudels an der Jagd. Löwen jagen meist bei Dunkelheit oder in den kühlen Morgenstunden. Zu den Beutetieren des Asiatischen Löwen gehören Axishirsche, Indische Gazellen, Nilgauantilopen, Sambarhirsche, Vierhornantilopen und Wildschweine. Ferner fressen Löwen auch Aas.