Der Cattle Dog wird auch heute noch an der Herde oder als Hilfe in der Rinderzucht bzw. Milchwirtschaft ausgebildet und eingesetzt. Die dazu notwendigen Instinkte sind in Australian Cattle Dogs immer noch vorhanden. Als Familienhund ist er anspruchsvoll und sollte neben den täglichen Spaziergängen auch noch anders beschäftigt werden wie zum Beispiel durch Hundesport wie Agility, Obedience, Turnierhundesport, Discdogging, Trail, Vielseitigkeitssport. Auch als Rettungshunde werden mittlerweile einige ACD mit Erfolg eingesetzt. Der ACD ist ein Multitalent und gut zu erziehen, weil er seinem Besitzer gefallen will. Allerdings hat der ACD auch seine Eigenarten: Kadavergehorsam ist ihm fremd. Er will so motiviert werden, dass er das Gefühl hat, es sei seine Idee. Der ACD ist in der Lage selbständig zu denken. Hat er eine Aufgabe gut gemacht, erwartet er sofort eine Bestätigung. Bei mehrfacher, langweiliger Wiederholung hängt er ganz einfach ab. Rüden können sehr rangbewusst sein. Unsichere und inkonsequente Menschen sollten keinen Cattle Dog halten. Im Umgang mit anderen Hunden kann der Cattle Dog anstrengend sein. Vor allem Rüden gehen gerne mal auf eine Kampfaufforderung ein. Gut sozialisierte Welpen (in der Familie aufgezogen) sind generell freundlicher und umgänglicher. ACD sind beliebte Reitbegleithunde, da sie einen wenig ausgeprägten Jagdinstinkt haben.
- ↑ Noreen R. Clark: A Dog Called Blue