Das Bellen eines Hundes kommt, wie die Laute bei jedem anderen Tier, aus dem Kehlkopf. Für das Bellen muss der Kehlkopf jedoch relativ groß sein. Die Urhunde konnten vermutlich nicht bellen - ihr Kehlkopf war zu flach. Der Urhund hat vermutlich gejault. Einige seiner Nachkommen, wie der australische Dingo oder der zentralafrikanische Basenji (Kongo-Terrier), haben heute noch einen urtypischen flachen Kehlkopf, und können daher nicht so gut bellen. Diese Hunderassen heulen oder jaulen dafür häufiger.
Es gibt einige Mittel, wie man das Bellen eines Hundes vermindern kann. Es soll Tiere gegeben haben, bei denen man die Stimmbänder entfernte, doch diese starben meistens relativ früh. Eine modernere Art ist das ca. 70 g schwere Anti-Bell-Halsband, welches durch Schwingungssensoren am Kehlkopf beim Bellen leichte Stromreize erzeugt. Beide Methoden sind in Deutschland nach der Tierschutz-Hundeverordnung (siehe Weblinks) verboten. Wer übermäßiges Bellen seines Hundes eindämmen will, sollte sich einen verständnisvollen Trainer suchen und mit ihm gemeinsam nach den Ursachen dieses Verhaltens suchen, die sehr vielfältig sein können.
Viele Hunde heulen, anstatt zu bellen. Insbesondere in Trennungssituationen oder auch bei Rüden, die läufige Hündinnen riechen, kann dieses Heulen sehr ausgeprägt sein. Generell haben sich die Haushunde das Heulen wahrscheinlich weitgehend abgewöhnt, weil die Tiere keine Jagd mehr brauchen und beim Zusammenhalt des Rudels Heulen nicht mehr notwendig ist (siehe oben "Wolf"). Eine Rasse, die intensiv heult, ist beispielsweise der Husky.