Das Bellen (Kläffen) ist die häufigste Lautäußerung der Haushunde. Im Deutschen sind zwei lautmalerische Schreibweisen typisch: "Wau" und "Wuff". "Jaul" (oder dänisch "Jåul", auch russisch "gaf-gaf") ist hingegen keine Onomatopoea für das Bellen, sondern für das Jaulen, eine andere Lautäußerung des gemeinen Haushundes (Canis lupus familiaris).
Während Wölfe fast nie bellen, verständigen sich Hunde sehr viel häufiger über Gebell. Die Grimassierspiele junger Wölfe sind in den Spielen junger Hunde untereinander oft durch Bellspiele ersetzt.
Dass Haushunde häufiger Bellen als Wölfe stellt wohl eine evolutionäre Anpassung an das Leben mit Menschen dar. Die Bereitschaft dazu ist vererbt und bei verschiedenen Hunderassen unterschiedlich stark ausgeprägt. Sie muss vom Individuum nicht erst durch den Umgang mit Menschen erlernt werden. Auch Wölfe und andere Arten der Gattung Hunde bellen, jedoch nur in wenigen Situationen. Welpen bellen hingegen häufiger, was die Theorie zulässt, dass im Hund während der Anpassung und Züchtung durch den Menschen speziell die welpentypischen Eigenschaften und Verhaltensweisen gefördert und über die gesamte Lebensdauer ausgedehnt wurden. Der erwachsene Hund ähnelt in seinem Verhalten also dem Welpen des Wolfes.