Alano

Heute wird der Hund in erster Linie als Familien-, Wach- und Schutzhund gesehen. Des weiteren hat er sich auch als Diensthund der verschiedenen Sicherheitskräfte etabliert.

In Züchterkreisen, zumindest in Deutschland, ist man sich nicht einig, ob der Alano auch Alans eine eigene Rasse ist oder nur ein anderer Name für den Dogo Canario, beide Seite können ihre Behauptung anhand von Literatur nachweisen.

Der Alano sei angeblich ausgestorben und die Rasse Dogo Canario ist eine eigenständige Rasse, die nichts mit dem Alano zu tun habe. Manchmal heißt es auch, dass die Rasse Alano keine Rasse sei. (Kynologisch wie wissenschaftlich gesehen handelt es sich eindeutig um eine Rasse, die ausführlich in der Literatur seit 1350 belegt ist.)

Die FCI hat den Hundetyp Alano unter dem Synonymnamen Dogo Canario vorläufig als Rasse anerkannt. Als erstes ist festzustellen, dass der Name Dogo Canario ein brandneuer Name ist. Er wurde von Angehörigen der FCI kreiert und existiert natürlich auch bei der FCI in verschiedene Namensvarianten für die verschiedenen FCI-Länder. Zum Beispiel heißt die Rasse in Spanien Dogo Canario, in Polen Pies Kanaryjski, in Frankreich Dogue des Canaries und in Deutschland ist die offizielle FCI-Bezeichnung Kanarische Dogge.

Der älteste und historisch belegte Name für diesen Hundetyp ist definitiv Alano. Das Wort Alano beschrieb früher schon nichts anderes als eine molossoide wehrhafte Dogge.

Der Alan, Alani, Alano oder Alaunt wurde im Mittelalter in ganz Europa zur Wildschwein- und Bärenjagd und als Kriegshund genutzt. Benannt wurden die Hunde nach den Alanen, einem indogermanischen Volksstamm.

Auch im altertümlichen Schrifttum wurde dieser Hundetyp schon immer als Alano bezeichnet. Auch wird in mehreren alten Büchern das Wort Presa mit Alano gleichgesetzt. Die beschriebenen Schutz-, Wach- und Jagdhunde entsprechen erstaunlich genau der Beschreibung der Dogo Canarios von heute.

Züchter und Rasseliebhaber verwenden viele Namenssynoyme für diese Rasse (z. B. Dogo Canario, Alano, Perro de Presa Espanol, Chato de Presa, Dogo de Burgos, Perro de Toro, Spanish Bulldog, Perro de Presa Canario, Perro de Pelea, Alano de Jabali etc.). Die meisten Namensvarianten sind klar auf die Verwendungszwecke dieser Rasse zurückzuführen. Nur einige absolut professionelle Show-Züchter benutzen ausschließlich die FCI-Bezeichnung Dogo Canario.

Andererseits gibt es einige Züchter die für sich beanspruchen, einen Alano zu züchten, der für sie eine eigene Rasse neben dem Dogo Canario darstellt (mit gleichen Wurzeln). Die Benennung einer Rasse ist alles andere als einheitlich und lässt sich nicht genetisch begründen; schon Unterschiede in der Farbe reichen bei einigen Hunden aus, um sie unterschiedlichen Rassen zuzuordnen. Andere, mit unterschiedlicher Fellstruktur und unterschiedlichen Größen werden nur einer Rasse zugeordnet. Beim Alano/Dogo Canario trifft nun beides zu: für die einen gehören sie zur selben Rasse, für die anderen sind es zwei unterschiedliche.

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