Indolenter Ulkus

Das kollagenolytische Granulom, auch lineares oder eosinophiles Granulom, ist eine streifenförmige, gelblich-rötliche und erhabene Hautverhärtung, die vor allem an den Hinterbeinen auftritt. Seltenere Manifestationen sind die Maulgegend und Maulhöhle, die Ohrmuschel und die Pfoten. Das kollagenolytische Granulom kommt vor allem bei Jungtieren vor. Es zeigt keine weiteren Symptome, Haarausfall tritt primär nicht auf. Bei geschwüriger Veränderung kommt es zur Absonderung von Kollagen in Form kleiner weißlicher Krümel, es kann sich infizieren und dann auch Juckreiz auslösen. Zytologisch sind wie bei der eosinophilen Plaque zahlreiche Eosinophile nachweisbar.

Ursachen sind ebenfalls alle Allergieformen, aber auch Mückenstiche, genetische Faktoren, Fremdkörperreaktionen und Virusinfektionen werden als mögliche Auslöser diskutiert. Das kollagenolytische Granulom der Maulhöhle entsteht ohne erkennbare Ursache (Idiopathie).

Das kollagenolytische Granulom kann spontan wieder verschwinden. Die Therapie richtet sich nach der Ursache. Bei allergischen Reaktionen kann eine Hyposensibilisierung oder Allergenvermeidung versucht werden. Glukokortikoide, PLR 120 und Cyclosporin werden ebenfalls eingesetzt. Gegen Mückenstiche können Repellentien Anwendung finden. Hartnäckige und wiederkehrende kollagenolytische Granulome können auch chirurgisch, mit Radio- oder Lasertherapie behandelt werden.

Das indolente Ulkus („schmerzfreies Geschwür“) ist eine geschwürige, leicht nässende und krustige Veränderung in Höhe des Eckzahns. Als Ursache wird eine traumatische Reizung der Lippe durch Eckzahn und/oder Zunge angenommen, die zu einer bakteriellen Sekundärinfektion führt. Das indolente Ulkus ist meist gut durch Antibiotika behandelbar.

Eine knotige verhärtete Schwellung der Oberlippe, die sich im weiteren Verlauf ebenfalls geschwürig verändern kann, wird heute dem kollagenolytischen Granulom zugeordnet.

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