Die Flohallergie – auch Flohbissallergie, Flohspeichelallergie oder Allergische Flohdermatitis – ist eine durch den Speichel von Flöhen bedingte allergische Hauterkrankung, die vor allem bei Haushunden und Hauskatzen auftritt. Leitsymptom ist intensiver Juckreiz, der zu selbstzugefügten schweren Hautveränderungen und Sekundärinfektionen führen kann. Die Behandlung erfolgt durch eine Flohbekämpfung und -prophylaxe, gegen den Juckreiz können kurzzeitig Glukokortikoide eingesetzt werden.
Flohallergien sind bei Hunden und Katzen ein recht häufiges Phänomen und werden, auch bei Hunden, vor allem durch den Katzenfloh (Ctenocephalides felis) ausgelöst. Betroffen sind Tiere aller Rassen und Altersklassen. Auch wenn die Erkrankung im Sommer häufiger auftritt, kommt sie ganzjährig vor. Eine erhöhte Krankheitsneigung haben Hunde, die an einer anderen Allergie, der Atopischen Dermatitis, leiden: Etwa 80 % der atopischen Hunde entwickeln bei Flohexposition eine Flohallergie. Eine Flohallergie tritt auch bei Mardern und gelegentlich bei Schafen und Ziegen auf, wobei hier ebenfalls der Katzenfloh häufigster Auslöser ist.
Als Allergieauslöser (Allergene) kommen Proteine und Haptene aus dem Speichel der Flöhe mit einer molaren Masse von 6–58 kDa in Betracht. Das erste identifizierte allergieauslösende Flohspeichelprotein war das aus 158 Aminosäuren bestehende Cte f 1 (Cte f steht für Ctenocephalides felis) mit einer Molaren Masse von 18 kDa.
Die Flohallergie ist größtenteils eine durch Immunglobulin E (IgE) vermittelte Typ-I-Reaktion mit Degranulation von Mastzellen und einer Zunahme der eosinophilen Granulozyten (Eosinophilie). In einer experimentellen Studie an Labormäusen zeigte sich eine enge Beziehung zwischen der Menge an Immunglobulin E und dem Grad der klinischen Erkrankung, wobei CD4-positive T-Lymphozyten und Interleukin-4 maßgeblich an der Krankheitsentstehung beteiligt waren. In Einzelfällen kann auch eine Typ-IV-Reaktion auftreten. Darüber hinaus werden auch andere immunologische Mechanismen diskutiert, wie eine verzögerte zelluläre Immunantwort auf IgE und eine Überempfindlichkeit der Haut mit Einwanderung basophiler Granulozyten und Degranulation dieser Zellen nach IgE- oder IgG-Bindung.