Lebensweise

Neben dem Wolf ist der Goldschakal der einzige Vertreter der Gattung Canis, der auf dem europäischen Kontinent lebt. Man findet kleine Populationen im Norden Griechenlands, in Rumänien, Ungarn, im östlichen Österreich und in Bulgarien sowie in Serbien, Slowenien, Bosnien und Herzegowina und Kroatien. Es scheint, dass die Verdrängung des Wolfs diese Spezies begünstigt: Goldschakale werden immer öfter in Gegenden gesichtet, in denen sie historisch nie zu Hause waren, so in Ungarn, in der Gegend von Triest, Italien, sowie im Süden Wiens. Der überraschendste Nachweis stammt aus der brandenburgischen Lausitz, wo im Sommer 2000 ein Goldschakal erschien, der nach wenigen Wochen gewildert wurde.

Viel häufiger als in Europa ist der Goldschakal in Nord- und Ostafrika sowie in den subtropischen und tropischen Regionen Asiens.

Als Habitat werden offene Landschaften bevorzugt. Goldschakale bewohnen die Savanne ebenso wie Halbwüsten und felsige Gegenden. Sie fehlen aber in dichten Wäldern. In manchen Gegenden scheuen sie auch die Nähe menschlicher Siedlungen nicht.

Der Goldschakal ist ein typischer Sprinter. Er wiegt nicht viel, hat aber lange, kräftige Beine, welche ihm helfen große Entfernungen mühelos zu überwinden.

Goldschakale leben gesellig, entweder paarweise oder in kleinen Familienrudeln. Sie leben ortsansässig und haben ein festes Revier, welches bis zu 3 Quadratkilometern groß ist und von allen Gruppenmitgliedern mit Urin markiert wird. Allerdings gibt es kaum Kämpfe zwischen fremden Tieren, da die meisten Auseinandersetzungen durch Drohgebärden erledigt werden.

Schakale verständigen sich untereinander mit einer ganzen Reihe von Winsel-/Heul- und Belllauten.

Die Lebenserwartung beträgt in freier Wildbahn 8 Jahre, in Gefangenschaft bis zu 14 Jahren.

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