Im Vergleich zu manchen anderen Unterarten des Wolfs bevorzugt der Italienische Wolf kleinere Huftiere. In Italien sind dies v.a. Reh, Rothirsch und Wildschwein, in den Alpen auch Gämsen, unter den Haustieren Schafe und Ziegen. Kühe und Pferde werden nur äußerst selten gerissen. Es handelt sich dabei praktisch immer um Kälber, Rinder und Fohlen, ausgewachsene Tiere werden kaum getötet. Ein Grund dürfte die eher geringe Körpergrösse der Italienischen Wölfe sein. Zudem kamen in ihrem ursprünglichen Lebensraum auch früher weder Elch noch Wisent vor, weshalb sich die Wölfe wohl nicht auf große Tiere spezialisiert haben (anders als beispielsweise in Nordamerika).
Als historischer Lebensraum des Italienischen Wolfs gilt ganz Italien inklusive Sizilien.
Im Moment besiedelt der Italienische Wolf weite Teile der Apenninen von Kalabrien bis Ligurien sowie die Westalpen. In den Alpen sind die französischen Alpen und das Piemont in Italien von Rudeln besiedelt. Bisher nur von Einzeltieren besiedelt sind die Schweizer Alpen. Über die genaue Anzahl der Wölfe herrscht Uneinigkeit, sie dürfte zwischen 500 und 1000 liegen. Die Population dehnt sich insbesondere in den Alpen weiter aus.