Das klinische Bild bei Katzen ist durch eine Bildung von mehrere Millimeter großen Papeln – vorzugsweise im Kopfbereich – gekennzeichnet, die aber im Fell nicht selten unentdeckt bleiben. Durch zentrale Einschmelzung entstehen Eiterbläschen und anschließend Ulzerationen. Bei systemischen Verlauf treten bis zu zwei Zentimeter große Effloreszenzen über den Körper verteilt auf. Diese Ulzerationen sind klinisch nicht einer Pockenerkrankung zuzuordnen, zumal häufig Mischinfektionen mit anderen Viren, Bakterien oder Dermatophyten bestehen. Auch eine Entzündung der Zunge (Glossitis), der Maulschleimhaut (Stomatitis) oder Lunge (Pneumonie) kann – ohne das Hautveränderungen auftreten – vorkommen. Eine Infektion mit dem Leukosevirus (Erreger der Katzenleukämie) oder Immundefizienz-Virus (Immundefizienzsyndrom der Katzen) begünstigt Infektionen mit Katzenpocken.
Die Diagnose ist nur durch elektronenmikroskopischen Erregernachweis, Virusanzüchtung, Antigen- oder Antikörpernachweis sowie pathohistologischem Nachweis intrazytoplasmatischer Einschlusskörperchen zu stellen.
Beim Menschen verläuft die Erkrankung zumeist mild mit pockenähnlichen Hautläsionen. Es gab aber auch einige tödlich verlaufende Infektionen bei immuninkompetenten Personen.
Eine kausale Therapie ist bislang möglich, ein Impfstoff nicht zugelassen. Die Behandlung umfasst palliative Maßnahmen wie Steigerung des Immunsystems durch Parimmunitätsinducer und antiseptische Behandlung der Hautläsionen.