In der Lebensweise des Kojoten finden sich viele Parallelen zu den afrikanisch-asiatischen Schakalen.
Kojoten und Haushunde sind untereinander fruchtbar. Es kommt gelegentlich zu solchen Paarungen zwischen verwilderten Hunden und Kojoten; die daraus entstehenden Hybride werden in Nordamerika Coydogs genannt. Es kommt aber auch vor, dass viele dieser Coydogs lediglich besonders große Kojoten sind und es daher zu Verwechslungen kommt.
Ebenso ist es zu Paarungen von Kojoten und Rotwölfen gekommen. Ob es in freier Wildbahn zu einer Paarbildung des eigentlichen Wolfs mit dem Kojoten kommen kann, ist umstritten, denn Kojoten gehören zur Jagdbeute des Wolfs. Möglicherweise ist aber der Rotwolf ein Hybrid aus Kojote und Wolf.
Kojoten sind in Nordamerika nicht geschützt. Während der Wolf durch die Nachstellung des Menschen immer seltener wurde, hat der Kojote hiervon profitiert. Er ist seinen ärgsten Konkurrenten und Feind losgeworden, rückte in dessen Habitate nach und hat ihn an der Spitze der Nahrungskette vielerorts abgelöst, bildet größere Rudel und wird in einigen Gebieten auch größer als durchschnittlich. Seit den 1950er Jahren ist er fester Bestandteil der Fauna in Neuengland. Lediglich der Südosten der USA (Florida) wurde von der Art noch nicht erreicht. Auch durch massenhafte Jagd konnte die Art in ihrem gesunden Bestand nicht gefährdet werden. Kojoten besiedeln zunehmend amerikanische Großstädte, wo sie sich in der Regel von menschlichen Abfällen ernähren. So wurde im April 2006 als letzte amerikanische Metropole auch Washington D.C. vom Kojoten "erobert". Im März des Jahres sorgte ein Kojote im New Yorker Central Park für Aufsehen. Kojoten können so auch als Kulturfolger gelten.
In der Mythologie vieler nordamerikanischer Indianerstämme nimmt der Kojote eine zentrale Rolle ein. Er wird meist als listiger Trickster dargestellt.
- ↑ Erik Zimen, Der Hund, 1. Auflage, 1988, C. Bertelsmann Verlag GmbH, München, ISBN 3-570-00507-0
- ↑ New York Times vom 23. März 2006: A Coyote Leads a Crowd on a Central Park Marathon