Katzen zucken mit ihrem Schwanzende, wenn sie jagen, spielen oder ärgerlich sind. Heftigeres Zucken deutet Verdruss an, leichtes Zucken zum Teil Unentschlossenheit. Ein aufgerichteter Schwanz ist ein Zeichen der Zufriedenheit oder wird als Gruß an den Menschen oder an andere Katzen (normalerweise nahe Verwandte) verwendet, ein halb gehobener Schwanz zeigt nachlassendes Behagen, ein tiefgehaltener Schwanz Unzufriedenheit. Wenn der Schwanz hin und her peitscht, ist die Katze zornig und angriffsbereit und möchte in Ruhe gelassen werden. Eine erschrockene oder überraschte Katze wird sich „aufplustern“, das Fell ihres aufgerichteten Schwanzes aufbuschen und ihren Körper drohend seitlich stellen, um größer zu wirken.
Auch schwanzlose Katzen wie die Manx, die nur einen kleinen Schwanzstummel besitzen, bewegen ihren Stummel als ob sie einen vollständigen Schwanz besäßen. Nasenberührungen sind ein freundlicher Katzengruß, während ein gesenkter Kopf ein Zeichen der Unterordnung ist. Manche Katzen fahren mit ihrem Gesicht am Fußknöchel ihrer Besitzer entlang, als freundlicher Gruß und Zeichen der Zuneigung. Dieses Verhalten kann auch eine Art der „Reviermarkierung“ sein, da sich in der Katzenwange Duftdrüsen befinden.
Wenn Katzen zufrieden sind, bearbeiten sie den Menschen oder das Objekt auf dem sie gerade sitzen, gerne schnurrend mit einer tretelnden Bewegung (Milchtritt). Mit dieser Instinkthandlung regen Katzenbabies während des Säugens die Brust der Mutterkatze an, um an die Muttermilch zu gelangen. Daher ist es möglich, dass sich bei von Menschenhand großgezogenen Katzen dieser Reflex nicht ausbildet. Der Milchtritt dient auch zur Reviermarkierung der Katze. Mit den Duftdrüsen auf der Tatzen-Unterseite gibt die Katze auf einen Menschen oder einen Gegenstand Duftstoffe ab, um ihn als ihren „Besitz“ zu kennzeichnen, ähnlich der Reviermarkierung mit ihrem Urin.
Während das Beißen für den Menschen unerwartet sein kann, wird eine Katze normalerweise andere subtile Andeutungen machen, wie mit dem Schwanz zu peitschen oder zu schlagen, das Fell zu sträuben, zu knurren, ihr Schnurren einzustellen, die Ohren flach zu den Seiten anzulegen oder ihre Körperhaltung verändern, um zu verkünden, dass sie nicht mehr spielen möchte.
Nicht mit dem aggressiven Beißen verwechselt werden darf der Liebesbiss der Katze, der oftmals von einem wohligen Schnurren begleitet wird, manchmal noch mit einem Schütteln des Köpfchens beim Biss. Katzenbabies können die Bissstärke anfangs noch nicht richtig dosieren, daher können deren spielerische Knabbereien durchaus für Menschen unangenehm bis schmerzhaft sein, ohne dass dies von den Kätzchen beabsichtigt ist.