Mammatumoren bei Meerschweinchen haben meist malignen Charakter. Die Tumorbildung tritt bevorzugt bei mittelalten bis alten Tieren auf wobei männliche Tiere häufiger betroffen sind. In der Regel sind sie gut chirurgisch versorgbar.
30 bis 57 Prozent der Gesamtpopulation erkranken. Meist handelt es sich um benigne Adenome oder Fibroadenome, die sehr groß werden können und dadurch die Fortbewegung der Tiere negativ beeinflussen können. Die Bildung kann über eine vorsichtige, energetisch beschränkte Fütterung in den ersten 7 Wochen nach dem Absetzen sowie vermutlich über eine Kastration weiblicher Tiere vermindert werden.
Die Brusttumore von Ratte und Maus, die in der Forschung, zur Erforschung des Brustkrebs Verwendung finden, sind in der Regel gutartig und bilden keine Metastasen. Es wird aber versucht, zu Forschungszwecken metastasierende Gesäugetumoren bei Ratte und Maus zu entwickeln. Die Behandlung der Wahl des Gesäugekarzinoms ist die Operation. Bei hoher Malignität ist eine anschließende Chemotherapie angezeigt, wobei häufig Doxorubicin-basierte Chemotherapieprotokolle zum Einsatz kommen.