Behandlung

Bei der Patellaluxation werden in der Regel Blutgefäße verletzt, wobei es zu einem Bluterguss kommt. Häufig wird nach der Luxation auch eine Gewebeflüssigkeitsansammlung (Einblutung) im Kniegelenk festgestellt (Hämarthros). Das Kniegelenk muss dann eventuell durch den Arzt punktiert werden. Durch jede Luxation wird das innere (mediale) Kniescheibenband gedehnt, was zur Folge hat, dass es wiederholt und noch schneller zu einer weiteren Luxation kommen kann. Durch die Dehnung des Bandes hat die Kniescheibe keinen festen Sitz mehr in ihrer Position.

In jedem Fall muss – sofern dies nicht spontan geschehen ist – die Kniescheibe wieder eingerenkt werden. Wichtig ist eine zügige Reposition, um Schädigungen des Gelenkknorpels zu reduzieren. Die Reposition erfolgt unter gleichzeitigem Strecken des Knies und Druck der Kniescheibe nach innen (medial). Dabei spürt man ein deutlichen Einschnappen. Der Patient bemerkt danach augenblicklich eine deutliche Schmerzlinderung. In der Regel werden Röntgenaufnahmen des Kniegelenkes und der Kniescheibe angefertigt, um knöcherne Verletzungen (Frakturen) auszuschließen. Zur weiteren Behandlung gibt es verschiedene Alternativen, deren Anwendung unter anderem von der Anzahl der Luxationen, den anatomischen Gegebenheiten der Patella, sowie dem Alter und Aktivitätsniveau des Patienten abhängen.

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