Im 19. und im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts herrschte intensiver Handel mit den wertvollen Winterfellen des Polarfuchses; die Felle bildeten das Haupttauschobjekt zwischen Inuit und Europäern. Als die starke Bejagung zu einem extremen Rückgang der Populationen führte und parallel hierzu die Marktpreise einbrachen, wirkte sich dies anfangs der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts katastrophal auf die ökonomischen Verhältnisse der Ureinwohner Nordkanadas und Alaskas aus. Inzwischen gelten Polarfuchsbestände in Nordamerika, Sibirien und Grönland wieder als einigermaßen normal und stabil, anders als in Skandinavien und Island, wo der Polarfuchs selten geworden ist.
Auch in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts schwankten die Preise stark. In den 1970er Jahren wurden die höchsten Preise überhaupt erzielt: in den Nordwestterritorien Kanadas 1976/77 umgerechnet 25 Euro pro Fell, entsprechend einem Gesamtergebnis bei fast 34.000 verkauften Fellen etwa 850.000 Euro. 1988/89 erzielten die Fallensteller nur etwa 9 Euro pro Fell, und rund 1.900 Felle brachten ihnen nur noch rund 17.000 Euro ein. Nach wie vor gilt der Polarfuchs in den Nordwest-Territorien und im Territorium Nunavut als Pelzlieferant; die Jagdzeit dauert von Anfang November bis Anfang April.
Der Gesamtbestand des Polarfuchses wird von der IUCN mit "mehrere Hunderttausend Tiere" angegeben. Die Art gilt als "nicht gefährdet".