Das Jagdgebiet der Polarwölfe erstreckt sich zumeist über 1.300 bis 1.600 km², für die Futtersuche legen sie täglich 30 km zurück. Sie jagen und fressen fast alles, was sie ausmachen können, von Wühlmäusen, Schneehasen und Lemmingen bis Rentieren und Moschusochsen. Auch Vögel werden gelegentlich gejagt. Meistens jagen sie kooperativ im Rudel zusammen, um größere Beutetiere erlegen zu können. Wegen ihrer weißen Fellfarbe sind sie im Schnee für Beutetiere nahezu unsichtbar. Das Überleben der Welpen hängt zum größten Teil vom Futter ab, da Nahrung aber in ihren Revieren rar ist, sterben schon viele Polarwölfe als Welpe - somit wird der Bestand durch das Nahrungsangebot kontrolliert.
Polarwölfe sind die einzige Unterart des Wolfes, die nicht bedroht ist. Ihr Verbreitungsgebiet ist wegen des sehr unwirtlichen Klimas vor menschlichen Aktivitäten relativ sicher, ob es nun um die Jagd oder um die Zerstörung deren Lebensraums geht. Einstmals jedoch wurden sie von Arbeitern auf Arktisbasen geschossen, wenn sie dort gesichtet wurden; jetzt werden sie in unbedenklicher Zahl noch von den Inuit erlegt, die die Felle verkaufen.