Bevor sich die Raubtiere zu den Gipfelräubern entwickelten, wurde diese Nische von zwei anderen archaischen Säugerordnungen ausgefüllt, die heute lange ausgestorben sind. Die ersten waren die Mesonychia, die im Paläozän und Eozän verbreitet waren. Sie brachten die ersten großen Fleischfresser unter den höheren Säugetieren hervor. Eine zweite Gruppe räuberischer Säugetiere waren die Creodonten. Im frühen Tertiär, als die Vertreter der Carnivora allesamt noch klein und unscheinbar waren, waren die Creodonten mit einer beachtlichen Formenfülle großer Fleischfresser vertreten. Ebenso wie die Carnivora hatten die Creodonten ein Brechscherengebiss entwickelt. Die Brechschere wurde jedoch bei den beiden Gruppen aus anderen Backenzähnen gebildet, was darauf hinweist, dass Raubtiere und Creodonten sie unabhängig voneinander, also konvergent, entwickelt haben.
Auf den isolierten Kontinenten Australien und Südamerika, wo lange Zeit keine Raubtiere vorkamen, wurde die Rolle größerer Fleischfresser ursprünglich von verschiedenen Beuteltieren ausgefüllt. In Südamerika lebten bis ins Pliozän fleischfressende Beuteltiere der Ordnung Sparassodonta, zu denen auch die den Säbelzahnkatzen ähnliche Gattung Thylacosmilus gehörte. Mit der Bildung der mittelamerikanischen Landbrücke am Ende des Pliozän wanderten echte Raubtiere von Nordamerika ein und verdrängten ihre südamerikanischen Gegenstücke. In Australien gibt es noch heute einige mittelgroße Raubbeutler wie die Beutelmarder und den Beutelteufel. Der Beutelwolf starb allerdings im 20. Jahrhundert höchstwahrscheinlich aus und auch die Beutellöwen und fleischfressende Känguruarten wie das Starkzähnige Riesenrattenkänguru kommen nicht mehr vor.
Seit Urzeiten sind große Raubtiere die Beutekonkurrenten des Menschen. Viele Raubtiere wurden als Feinde der Nutztiere des Menschen seit langer Zeit verfolgt und verloren einen Großteil ihres Lebensraumes durch die Ausbreitung und Konkurrenz des Menschen. Auch die Jagd auf Wildtiere verübelte ihnen der Mensch und dezimierte sie aus diesem Grund. Im Yellowstone-Nationalpark wurden Großraubtiere selbst nach der Nationalpark-Gründung verfolgt und der Wolf sogar ausgerottet. Viele Raubtiere wurden oder werden auch wegen ihres Fells, aus dem Luxuskleidung hergestellt wird, und als Jagdtrophäen bejagt. Deshalb sind etliche Arten heute akut vom Aussterben bedroht und besonders die Bestände der großen Raubtiere sind vielfach bis auf kleine Reliktpopulationen zusammengeschmolzen.
Stellenweise ist heute allerdings ein Umdenken zu erkennen. Vor allem in Europa und Nordamerika scheinen einige Großraubtiere wieder etwas an verlorenem Boden gutmachen zu können. So wurden Wölfe im Yellowstone-Nationalpark wiedereingeführt und nach Mitteleuropa wandern zunehmend Bären, Wölfe und Luchse ein. Einige sehr anpassungsfähige Arten wie etwa der Rotfuchs dringen sogar immer mehr in menschliche Siedlungen vor und finden selbst in modernen Großstädten ein Auskommen.
Besonders die großen Arten wie Löwe, Tiger, Bär und Wolf haben geradezu mythische Bedeutung erlangt und Eingang in zahlreiche Sagen gefunden.
Einige Arten (vor allem Haushund und Hauskatze) werden vom Menschen auch als Haustiere gehalten. Verschiedene Marder werden wegen ihres Felles oder im Falle des Frettchens zur Kaninchen- und Hasenjagd gezüchtet.
Mehrere Raubtierarten, wie etwa der Rotfuchs, sind Überträger gefährlicher Seuchen wie der Tollwut.