Aussehen

Die Unterfamilie der Säbelzahnkatzen (Machairodontinae) ist eine ausgestorbene Linie der Katzen. Gelegentlich werden auch einige Arten der Nimravidae und der Barbourofelidae so bezeichnet, obwohl diese keine echten Katzen sind und daher als Scheinsäbelzahnkatzen gelten. Auch außerhalb der Raubtiere haben zwei Ordnungen der Säugetiere Fleischfresser mit verlängerten oberen Eckzähnen hervorgebracht, die Creodonten (z. B. Machaeroides) und die zu den Beuteltieren gehörenden Thylacosmiliden.

Die Säbelzahnkatzen erhielten ihren Namen wegen der extrem langen, gebogenen Eckzähne, die bei einigen Arten bis zu 20 cm lang werden konnten. Die Tiere konnten ihren Unterkiefer im 95°-Winkel aufreißen, was auch nötig war, um die langen Zähne voll einsetzen zu können. Heutige Katzen können ihre Kiefer nur um 65–70° öffnen. Im Habitus glichen sie heutigen Katzen, obwohl die meisten Formen gedrungener gebaut und damit wohl weniger elegant als die uns vertrauten Arten waren. Viele besaßen einen relativ kurzen Schwanz, wie wir ihn vom heutigen Luchs (Lynx lynx) her kennen. Eine weit verbreitete Vorstellung ist, dass Säbelzahnkatzen durchweg sehr groß waren. Tatsächlich waren aber viele recht klein, teilweise kleiner als Leoparden oder ein Ozelot. Nur relativ wenige wie Smilodon populator oder Homotherium hatten in etwa die Größe eines heutigen Löwen. Die größte Art war der südamerikanische Säbelzahntiger Smilodon populator.

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