Die Säbelzahnkatzen wurden ursprünglich in drei Tribus aufgeteilt. Eine davon, die Tribus der Metailurini, zu der neben unbekannteren Formen wie Metailurus und Adelphailurus auch Dinofelis gehört, werden heute aber zu den Felinae gerechnet. Daher verbleiben hier heute nur noch zwei Triben, die Machairodontini mit den ursprünglicheren Gattungen Machairodus und Xenosmilus sowie der moderneren Gattung Homotherium und die Smilodontini mit Megantereon und Smilodon.
Die Gattungen der Säbelzahnkatzen:
Machairodontini
- Machairodus: Miozän, Pliozän; Eurasien, Afrika and Nordamerika
- Homotherium: oberstes Miozän bis spätestes Pleistozän; Eurasien, Afrika and Nordamerika
- Xenosmilus: unteres Pleistozän; Nordamerika
- Lokontailurus: oberes Miozän; Afrika
- Miomachairodus: mittleres Miozän; Nordafrika, Turkei
- Hemimachairodus: Pleistozän; Java
Smilodontini
- Paramachairodus: mittleres bis oberes Miozän; Europa and Asien
- Megantereon: spätestes Miozän bis Mittelpleistozän; Europa, Asien, Afrika, Nordamerika
- Smilodon: oberes Pliozän bis oberstes Pleistozän; Nord- und Südamerika
Säbelzahnkatzen waren nach aller Wahrscheinlichkeit aktive Räuber, obwohl gelegentlich darauf hingewiesen wird, dass diese Tiere auch reine Aasfresser gewesen sein könnten, was aber aus vielerlei Gründen äußerst unwahrscheinlich ist. Aufgrund des teilweise recht großen Körpers darf man annehmen, dass einige Arten recht stattliche Beutetiere erlegen konnten. Ob sie allerdings auch solch riesige Tiere wie Elefanten und Mammuts, oder zumindest deren Jungtiere angegriffen haben, ist nicht klar. Zahlreiche Funde von Mammutskeletten, die neben einigen Skeletten der Scimitar-Katze (Homotherium serum) in der Friesenhahn-Höhle in Texas gefunden wurden, weisen darauf hin. Die Aufgabe der charakteristischen Säbelzähne ist bis heute umstritten. Möglicherweise gebrauchten die Tiere sie, um sehr großen Beutetieren tiefe Stich- und Reißwunden beizubringen, an denen die Opfer dann verbluteten. Kritiker dieser Annahme weisen darauf hin, dass die Zähne bei solch einer Belastung leicht brechen würden. Sie vermuten daher, dass diese Katzen ihre Zähne gebrauchten, um der bereits am Boden liegenden, kampfunfähigen Beute gleichzeitig Halsschlagader und Luftröhre zu durchtrennen. Darauf deuten auch die bei einigen Arten wie Smilodon extrem kräftig ausgebildeten Vordergliedmaßen hin, die wohl dazu dienten, Beutetiere gegen den Boden zu drücken, um dann einen präzisen Tötungsbiss zu setzen. Möglicherweise dienten die langen Eckzähne aber nur zum Imponieren gegenüber Artgenossen. Auch denkbar ist, dass sie auch auf unterschiedliche Weisen genutzt wurden, da diese bei verschiedenen Arten zum Teil recht unterschiedlich ausgebildet waren. Eine weitere Theorie ist, dass Säbelzahnkatzen sich von Blut, Eingeweiden und sonstigen weichen, leicht abzufressenden Körperteilen ernährten, welche die Säbelzähne nicht gefährdeten. Wahrscheinlich hatten sie wie die heutigen Katzen verhornte Papillen auf der Zunge, um ohne Gefährdung der Zähne auch von Knochen das Fleisch abzulösen.