Sandkatzen und Menschen

Die Sandkatze wird von Schakalen, Eulen und Schlangen gejagt. Im Vordergrund steht jedoch der Mensch.

Zwar ist sie durch Habitatszerstörung wenig gefährdet, da sie in unwirtlichen und menschenfeindlichen Wüstenregionen lebt und daher selten wirtschaftlichen Interessen im Weg steht. Laut islamischen Überlieferungen soll sie auch ein Begleiter Mohammeds und seiner Tochter gewesen sein, weshalb sie selten individuell verfolgt werden, wenn sie Beute in Kleinviehbeständen machen. Trotzdem sind die Sandkatzen gefährdet, weil sie zunehmend der Sportjagd zum Opfer fallen. Auch werden sie mit Giftködern gejagt, um Felle im Pelzhandel anbieten zu können. Diese Verfolgung ist in vielen Regionen illegal. Man spekuliert auch, ob die Golfkriege zur Bestandsdezimierung beigetragen haben. Die IUCN schätzt den Bestand der Sandkatze auf weniger als 50.000 adulte Tiere und stuft die Art als "gering gefährdet" ein.

Alles in allem ist die Sandkatze wegen ihrer Fähigkeit, in unwirtlichen Wüstengebieten leben zu können, die am wenigsten gefährdete Wildkatzenart.

Sandkatzen werden mitunter auch lebend gefangen, um sie im Handel als Haustiere anzubieten. Junge Sandkatzen können sich an den Menschen gewöhnen, bleiben aber immer wilde Tiere mit Drang auf einen vergrößerten Aktionsradius. Sie können mit Hauskatzen vergesellschaftet werden, neigen aber in Konfliktsituationen dazu, die Nähe des Menschen zu verlassen und sich in die Wildnis zurück zu ziehen.

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