Servale bewohnen die Savannen Afrikas. Ihre langen Beine stellen eine Anpassung an das Leben im hohen Gras dar, denn sie ermöglichen es der Katze, über die Vegetation zu schauen. Der Serval fühlt sich um so wohler, wenn eine dichte Pflanzendecke vorhanden ist, da er hier mit seinen guten Ohren nicht eingeschränkt wird.
Das Verbreitungsgebiet liegt südlich der Sahara, eine Unterart aber (Berberserval, L. s. constantina) lebte einst in den algerischen Küstenregionen; durch starke Verfolgung ist sie in die Höhen des Atlas zurückgedrängt worden, wo sie nun am Rande des Aussterbens steht. Ausgerottet wurde der Serval auch in weiten Teilen Südafrikas.
Die Gesamtpopulation wird allerdings von der IUCN noch nicht als gefährdet angesehen.
Der Serval ist ein dämmerungsaktiver Einzelgänger. Er ist ein reiner Fleischfresser, der Hasen, Mäuse, Erdhörnchen, Eidechsen und Wildhühner jagt. Dabei hilft ihm sein gutes Hörvermögen, da er damit durch die kleinsten Geräusche seine Beutetiere orten kann. Servale können außerdem bis zu drei Meter hoch springen und dabei niedrig fliegende Vögel erbeuten.
In wasserreichen Wohngebieten haben sich manche Servale auf die Fischjagd oder sogar auf das Töten von Flamingos spezialisiert. An die Beute schleicht er sich nach typischer Katzenart an. Für gewöhnlich spielt er mit der Beute, bevor er sie tötet und frisst.
Im Zoo werden Servale zwanzig Jahre alt, ihre Lebensdauer in freier Wildbahn dürfte um einiges niedriger sein. Servale haben wenige Feinde, werden aber manchmal von größeren Katzen wie Leoparden gefressen.