1972 wurde in den USA der Somali Cat Club of America (SCCA) gegründet, der weltweit erste Verein, der sich der Zucht der Somalikatze widmete. Am 1. Mai 1979 verlieh der größte amerikanische Katzenverband, die CFA, der Rasse den Championatstatus für die Farben ruddy (Wildfarben) und sorrel („rot“). Dies bedeutete eine offizielle Anerkennung der neuen Katzenrasse und der Definition eines eigenen Rassestandards. 1979 wurde die Somali Cat Society als Dachverband für Somalizuchtvereine gegründet.
Die Zucht der Somalikatze ist bei allen Rassekatzenzuchtvereinen gemäß dem Rassestandard des jeweiligen Dachverband anerkannt. Bei den großen nationalen und internationalen Dachverbänden der Rassekatzenzuchtverbände gibt es leicht unterschiedliche Versionen des Rassestandards. Für Europa ist hier vor allem die Fédération Internationale Féline als größte Dachorganisation zu nennen. In den USA zählen die Cat Fanciers' Association und The International Cat Association zu den größeren Dachverbänden.
In der Zucht der Somalikatzen ist der einzige erlaubte Kreuzungspartner die Abessinierkatze. Die daraus entstehenden Katzen sind so genannte „Abessinier-Variant“, heterozygote Abessinier-Katzen mit dem rezessiv vorhandenen Gen für Langhaarigkeit. Abessinier-Variant-Kätzchen werden derzeit von den meisten Somali-Katzenzüchtern nur für die Zucht von Somali-Katzen eingesetzt, da in der Abessinierkatzenzucht keine Erbanlagen für Langhaarigkeit erwünscht sind.
Der Grund für die Modifikation der Felllänge im Vergleich zu den Abessinierkatzen ist nicht restlos geklärt. In Frage kommen primär zwei mögliche Ursachen: Verstärkte Einkreuzung von Fremdrassen mit entsprechender genetischer Veranlagung („Langhaargen“) oder eine Mutation des Gens für die Felllänge bei den Abessinierkatzen. Die Möglichkeit der Einkreuzung von anderen Katzenrassen bei frühen Abessinierzuchten in den USA und in England ist durchaus möglich. Dies wäre eine relativ einfache Erklärung für das plötzlich auftretende Phänomen der Halblanghaarigkeit einzelner Katzen in ansonsten abessinierkatzentypischen Würfen. 1976 führte der Somali Cat Club of America Untersuchungen aller, bisher vorhandener Somalikatzen-Stammbäumen durch. Diese Studie ergab, dass sämtliche Stammbäume auf einen Abessinier-Zuchtkater zurückgeführt werden konnten, der 1952 in England geboren und an einen Zuchtzwinger nach Nordamerika verkauft wurde. Dieser trug offensichtlich eine Veranlagung für Langhaarigkeit in seinem Genom und gab diese weiter.
Ebenfalls nicht ausgeschlossen wird, dass erste genetische Veranlagungen für Langhaarigkeit bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts und später noch einmal nach dem Zweiten Weltkrieg eingekreuzt wurden. In der Frühzeit der Abessinierzucht kam es in England immer wieder zu Einkreuzungen mit einer anderen Katzenrasse, der Bunny Cat. Diese weisen teilweise auch das Gen für Langhaarigkeit auf, so dass dieses rezessive Merkmal bereits in einer sehr frühen Phase der Abessinierzucht in den Genotyp eingebaut worden sein konnte. Im zweiten Weltkrieg wiederum wurde der Abessinierbestand in England infolge der Bombenangriffe stark dezimiert und die Zucht kam teilweise zum erliegen. Bei der Aufnahme der Abessinierkatzenzucht nach dem Zweiten Weltkrieg kam es auch in dieser Phase zu Einkreuzungen anderer Rassen um die Rasse der Abessinierkatzen den Fortbestand zu sichern.
Diskutiert wird auch die Möglichkeit einer spontan aufgetretenen Mutation des Gens für Kurzhaarigkeit. Möglicherweise ist davon das für die Kurzhaarigkeit verantwortliche L+ Allel betroffen, welches in das Langhaargen, l- Allel, mutierte. Nach einer Theorie des Genetikers Don Shaw, die dieser 1974 aufstellte, weisen Somalikatzen nicht den für die Ausprägung von Langhaarigkeit (= rezessives Merkmal) notwendigen homozygoten Genotyp auf.