Die zielgerichtete Zucht und Aufzucht von geeigneten Therapiehunden nimmt stetig zu. Da nicht alle Welpen eines Wurfes für einen späteren Einsatz als Therapiehund geeignet sind, beginnt das Auswahlverfahren von Therapiehunden schon mit der Begutachtung der Verhaltensentwicklung ab dem Zeitpunkt der ationen konfrontiert.
Der Welpentest ist ein wichtiges Element bei der Auswahl des geeigneten Welpen für die Ausbildung von Therapiehunden und Behindertenbegleithunden. Eine Garantie ist solch ein Test allerdings nicht und es kann gut sein, dass sich der Welpe trotz passender Ergebnisse im Welpentest anders entwickelt als angenommen. In der Regel werden die Welpen zwischen der 6. und 7. Lebenswoche getestet. Der Test findet im Hause des Züchters in einem nicht zu großen, warmen Raum statt. Ein Welpe sollte so kurz wie möglich, aber max. 20 min getestet werden. Zeigt sich ein Welpe, egal zu welchem Zeitpunkt, überfordert, wird der Test sofort abgebrochen. Kein Welpe soll den Test als unangenehm oder gar traumatisch erleben. Während des Test werden die Zugänglichkeit des Welpen zum Menschen, seine Vertrauensbereitschaft und Kooperationsbereitschaft getestet. Seine Neugierde, seine Entdeckerfreude, sein Mut oder seine Vorsicht, seine Ausdauer und auch der Stand seiner Entwicklung werden beleuchtet. Ein Welpentest erfasst, wie alle Tests, nur den Moment. Er erlaubt es jedoch dem Tester, einen ganzen Wurf Welpen innerhalb eines kurzen Zeitraumes kennenzulernen. Im Vergleich der Welpen untereinander kann der Tester Unterschiede und Gemeinsamkeiten entdecken und auch eine generelle Tendenz des Wurfes ausmachen.