Es gibt wie bei den meisten Wirbeltieren abweichende Farbvarianten, deren Besonderheit weniger aus biologischer als aus kulturhistorischer Sicht besteht, da sie von lokalen Herrschern als Kostbarkeiten gezüchtet wurden und auch heute noch in Shows (zum Beispiel Siegfried und Roy) als Attraktionen gelten. Diese Tiere zeigen auch ein abweichendes Sozialverhalten und werden in Gruppen gehalten. Besonders bekannt sind weiße Tiger. Es handelt sich dabei nicht um echte Albinos, sondern um Teilalbinos – den weißen Tigern fehlen die roten Augen eines Albinos, stattdessen sind die Augen blau. Nur beim Bengaltiger kommt die weiße Variante vor. Die meisten dieser weißen Tiger haben dennoch die schwarze Streifung; sehr selten sind weiße Tiger ohne Streifen, so genannte Schneetiger. Seit 1958 sind in der Wildnis keine weißen Tiger beobachtet worden. Eine weitere, ebenfalls sehr seltene Farbvariante sind „Goldene Tiger“, die eine blassgelbe Grundfarbe mit hellbrauner Streifung haben. Diese Farbvarianten wurden seit den 1950er-Jahren in Freizeitparks und bei Schaustellern herausgezüchtet. Teilweise wurden dabei Sibirische Tiger eingekreuzt, daher stellen sie weder eigene Arten dar noch sind es echte Königstiger. Die oft propagierten „Zuchterfolge“ sind daher auch keinerlei Beitrag zum Artenschutz. Ganz selten sind Berichte über schwarze Tiger, die aber allesamt wenig glaubwürdig sind, wobei Fälle von mit übermäßig starken Streifen ausgestatteten, und daher sehr dunkel erscheinenden Exemplaren in mehreren Fällen nachgewiesen werden konnten.
Im Laufe der Geschichte kam es in Menagerien, Zoos und Zirkussen immer wieder, teils durch Zufall, zuweilen aber auch gezielt, zur Hybridisierung von Tigern mit anderen Raubkatzen. Am verbreitetsten waren und sind Kreuzungen zwischen Löwen und Tigern, allerdings scheint es in seltenen Fällen auch zu Kreuzungen mit Leoparden gekommen zu sein. Wie der Nachwuchs einer solchen Kreuzung aussieht, hängt nicht zuletzt von der Kombination der Eltern ab. Wenn ein weiblicher Tiger und ein männlicher Löwe Nachwuchs haben, entstehen sogenannte Liger. Liger haben eine helle Grundfarbe, die ähnlich der von Löwen ist, zusätzlich aber noch helle, teilweise in Flecken aufgelöste Streifen. Männliche Liger bilden zuweilen auch eine leichte Mähne aus. Während Liger aber einen extremen Heterosiseffekt zeigen und deutlich größer werden als ihre Eltern, bleiben sogenannte Tigons, Resultate der Kreuzung einer Löwin und eines Tigers, in der Größe hinter ihren Elternteilen zurück.
Auch Tiger der diversen Unterarten wurden in Gefangenschaft wiederholt verpaart. Einer 2008 in Current Biology publizierten Studie zufolge erwiesen sich jedoch 49 von 105 probeweise getesteten Tigern aus fünf Unterarten anhand von DNA-Analysen als genau einer Unterart zugehörig, also nicht als Hybride. Daraus leiteten die Forscher gute Chancen auf eine Bestandserhaltung zumindest in Gefangenschaft ab, falls sich ihr Überleben in den Schutzgebieten als unmöglich erweisen sollte.