Methoden

Einer der Gründe für das Projekt ist laut Bloch die „Rarität der Verhaltensforschung an Haushunden“, wobei das Projekt helfen sollte, das Gesamtbild Wolf / verwilderter Haushund / Familienbegleithund zu komplettieren.

Das Projekt wurde gestartet um das Verhalten von Haushunden ohne den direkten Einfluss des Menschen studieren zu können. Dabei ging es vor allem um die Themen:

  • Rudelbildung
  • Überlebensstrategien
  • Fortpflanzung
  • Kommunikation zwischen den einzelnen Tieren
  • Sozialverhalten.

Im Einzelnen wollte man dabei auch der Frage nachgehen, inwieweit sich das Verhalten dieser Hunde von denen wilder Wölfe in Bezug auf Rangordnung und Reproduktion unterscheidet. Daneben wurde auch der Frage nachgegangen, woher diese Hunde ursprünglich stammen und wie sie sich nach dieser langen Phase der „Verwilderung“ in Bezug auf Menschen verhalten.

Beim Sammeln von Daten und Schlussfolgerungen werden verschiedene Methoden angewendet. Zum einen werden Daten zur Bestimmung der Reviergrößen und Aktivitäts- bzw. Ruhephasen gesammelt. Zum anderen wurden Persönlichkeitsprofile und Verhaltenskataloge erstellt. Ebenso wurden Interviews (stichprobenartig) mit Angestellten der Parkverwaltung, im Wald arbeitenden Holzfällern, einheimischen Geschäftsleuten und Tierschützern, ortskundigen Hundehaltern, Joggern, Radfahrern, Anglern, Spaziergängern und Touristen geführt.

Bei der Betäubung und Besenderung einiger Hunde (am 12. Mai 2005) wurden auch Blutproben (DNA-Bestimmungen, Parasitenbefund) gesammelt. Mithilfe von Telemetrieequipment und einem GPS-System konnten die Aufenthaltsorte der markierten Hunde protokollierbar erfasst werden.

Zum Vergleich wurden die gesammelten Daten über eine Gruppe Timberwölfe aus dem Banff-Nationalpark herangezogen.

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