Unterarten

Die IUCN führt den Rothund im Status „stark gefährdet“. Der Bestand wilder Rothunde wird auf weniger als 2500 Tiere geschätzt. Hauptursachen für den anhaltenden Bestandsrückgang sind die Zerstörung des Lebensraums und die Übertragung von Krankheiten durch verwilderte Haushunde.

Aus Sibirien und Turkestan und der Mongolei ist die Art mittlerweile fast verschwunden. So liegen aus Kasachstan, Kirgisistan, Russland, Tadschikistan und der Mongolei keine bestätigten, neueren Berichte über Rothunde vor. Die Situation im chinesischen Teil des Tianshan-Gebirges ist unklar. Einige halten sich noch in China, in den Bergen von West-Sichuan, Süd-Gansu und Ost-Qinghai. In Tibet, vor allem im Grenzgebiet zu Ladakh und in Südost-Tibet, trifft man diese Wildhunde noch an, und in Indochina und Myanmar gibt es ebenfalls noch kleinere Bestände, allerdings meist in voneinander isolierten Vorkommen. Über die Situation auf der Malaiischen Halbinsel sowie auf Java und Sumatra ist wenig bekannt, doch sind sie hier wohl auf wenige Schutzgebiete beschränkt.

In Indien vermochten sie sich, zumindest in einigen Nationalparks wie beispielsweise in Periar, Nagarhole und Kanha einigermaßen zu erhalten. Vor allem im Zentralen Hochland von Dekkan, den West- und Ost-Ghats, sowie in Nordost-Indien (Arunachal Pradesh, Assam, Meghalaya, and West Bengal) kommen sie noch heute vor.

Anhand von Körpergröße und Fell unterscheidet man 11 Unterarten des Rothundes. Viele Beschreibungen basieren aber lediglich auf wenigen Individuen, und so ist nicht sicher, ob alle Unterarten Gültigkeit haben. Die einzige, die sich deutlich von den anderen Unterarten unterscheidet, ist der Turkestanische Alpenwolf (Cuon alpinus hesperius).

  • Cuon alpinus alpinus, Alpenwolf; Ost-Russland, von der Baikalsee-Region bis einschließlich Amur- und Ussurigebiet; dickes, gelbbraun-rötliches Fell mit gräulichem Nacken und ockerfarbener Schnauze.
  • Cuon alpinus javanicus, Java-Rothund; Java und Panataia; kurzes hellrotes Fell.
  • Cuon alpinus sumatrensis; Sumatra; kurzes, hellrotes Fell mit dunklem Backenbart.
  • Cuon alpinus infuscus; Süd-Myanmar, Malaysia, Thailand, and Vietnam; dunkelbraunes Fell und Eigenheiten im Schädelbau.
  • Cuon alpinus adjustus, Burma-Rothund; Nord-Myanmar und Indochina; rotbraunes Fell.
  • Cuon alpinus dukhunensis, Dekkan-Rothund; südlich des Ganges in Indien; rotes Fell und schwarzer Backenbart, kurze Haare zwischen den Ballen.
  • Cuon alpinus primaevus; Himalayagebiet von Nepal, Sikkim, und Bhutan; längeres, rötlicheres Fell als C. a. dukhunensis, lange Haare zwischen den Ballen.
  • Cuon alpinus hesperius, Turkestanischer Alpenwolf; Süd-Sibirien, Ost-Turkestan und Nordwest-China (Altai und Tianshan); langes, hellgelbes Fell mit weißer Unterseite und blassem Backenbart.
  • Cuon alpinus laniger; Kaschmir und Süd-Tibet; gänzlich gelbgraues Fell.
  • Cuon alpinus fumosus; West-Sichuan, China, und Mongolei; üppiges, gelbrotes Fell mit dunklem Rücken und grauem Nacken.
  • Cuon alpinus lepturus, Kiangsi-Alpenwolf; südlich des Jangtse in China; einförmig rotes Fell mit dichter Unterwolle.

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