Verwendung der Wappentiere im Preußenwappen

Während in der Heraldik die Darstellungselemente im Schild prinziell beliebig sind, also für den Wappeninhaber frei gewählt werden können, besteht doch seit den Anfangszeiten der Heraldik die Tendenz, mit einer Gemeinen Figur eine bestimmte Symbolik zu verbinden.

In der Heraldik werden - soweit möglich - redende Wappen gern gesehen. Das heißt, dass Wappengestalter sich bei der Gestaltung des Wappens durchaus nach dem Namen des Wappeninhabers richten sollten. Dieses Streben kann auch viele Tiermotive hervorbringen, zum Beispiel bei Familiennamen wie „Hirsch“, „Fischer“, „Ebers“ etc.

Im Großen Wappen der deutschen Kaiser als Könige von Preußen und im mittleren Wappen werden diese Wappentiere in den Feldern (ohne Prachtstücke und Oberwappen) dargestellt:

  • Großes Wappen der deutschen Kaiser als Könige von Preußen
    • Adler 7-mal
    • Löwe 10-mal
    • Pferd 2-mal
    • Greif 3-mal
    • Jungfrauenadler 1-mal
    • Stier 2-mal
    • Henne 1-mal
    • Hirsch 1-mal
  • mittleres Wappen Wilhelm II. als König von Preußen
    • Adler 6-mal
    • Löwe 5-mal
    • Pferd 2-mal
    • Greif 1-mal

Die verstreuten Einzelstaaten zeigen in der Zusammenstellung im Preußenwappen erst die Häufigkeit der gewählten Wappentiere und dokumentieren somit ihre Beliebtheit.

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