Die CHV-Infektion kann bereits das Absterben von Welpen im Mutterleib und damit Totgeburten hervorrufen. Nach der Geburt treten bei Welpen nach einer Inkubationszeit von 7 Tagen Fressunlust, Durchfall, Erbrechen, Atemnot und vermehrter Speichelfluss auf. Die Bauchwand kann angespannt und schmerzhaft sein. Der Tod tritt meist innerhalb von 2 Tagen ein. Überstehen Saugwelpen die Erkrankung, so können sich zentralnervöse Erscheinungen wie Taubheit und Ataxien oder Blindheit einstellen.
Labordiagnostisch ist eine Abnahme der Blutplättchen (Thrombozytopenie) typisch.
Die Diagnose kann aufgrund des Welpenalters und der klinischen Symptome auf Verdacht gestellt werden. Bei toten Welpen lassen sich bei der pathologischen Untersuchung typische Nekroseherde in Nieren und Leber nachweisen.
Differentialdiagnostisch müssen andere Ursachen für Welpenverluste, insbesondere bakterielle Infektionen, Fehlbildungen, Unterkühlung und Erstickung abgeklärt werden.