Erreger und Pathogenese

Das Canine Herpesvirus ist ein für Hunde spezifisches Virus, das weltweit vorkommt. Es spielt vor allem als Erreger des Zwingerhusten-Komplexes eine Rolle. Die Verbreitung erfolgt bei erwachsenen Hunden durch Aufnahme von Viren über Mund und Nase, selten auch bei der Begattung.

Die Infektion der Welpen ereignet sich zumeist bereits im Mutterleib, jedoch nur wenn die Hündin noch keine Antikörper gegen den Erreger gebildet hat, also während der Trächtigkeit das erste Mal mit dem Virus infiziert wird. Auch eine Infektion während der Geburt oder in den ersten drei Lebenswochen ist bei Kontakt mit Virusausscheidern möglich. Hatte das Muttertier bereits vor der Trächtigkeit mit dem Virus Kontakt, sind die Welpen durch mütterliche Antikörper geschützt.

Für die Pathogenese der Erkrankung der Welpen ist von Bedeutung, dass sie in den ersten drei Lebenswochen noch keine voll ausgebildete Thermoregulation besitzen, die Schleimhäute demnach kühl sein können, was den Viren eine optimale Vermehrung sichert. Das Virus kann sich nun im ganzen Körper ausbreiten (Generalisation) und sich in den inneren Organen ansiedeln. Ältere Welpen sind durch die nunmehr vollständige Homoiothermie entsprechend vor einer Generalisation des Virus geschützt, bei ihnen treten dann allenfalls Atemwegsinfekte (Zwingerhusten) auf.

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