Quellen

Lange Zeit wurden die Wildkatzenbestände vor allem durch die Jagd dezimiert. Jäger verwechselten sie mit verwilderten Hauskatzen und schossen sie ab. Aber auch Schlagfallen und freilaufende Jagdhunde bei der Nachsuche setzten ihnen zu. Heute sind die Verluste durch die Jagd vergleichsweise gering, außerdem steht die Wildkatze inzwischen unter ganzjähriger Schonzeit.

Das größte Problem für die Wildkatze ist heute die immer intensivere Nutzung der Landschaft durch Verkehr, Siedlungsgebiete und Landwirtschaft. Dadurch wurden die Tiere auf wenige Restlebensräume zurückgedrängt. Diese letzten Rückzugsgebiete liegen nunmehr verstreut wie Inseln im Meer. Die dort lebenden, vereinzelten Wildkatzenpopulationen sind sehr klein und entsprechend anfällig gegen Inzucht und Krankheiten. Aus diesem Grund gibt es vom BUND die Bestrebung in Deutschland einzelne Populationen mittels etwa 20 Meter breiten Korridoren, welche mit Bäumen und Hecken bepflanzt werden, zu verbinden und auch weitere Lebensräume zu erschließen.

  1. C. A. Driscoll u. a.: The Near Eastern Origin of Cat Domestication. In: Science. 317, Nr. 5837, 28. Juni 2007, S. 519–523 (doi:10.1126/science.1139518).
  • Nobuyuki Yamaguchi u. a.: Craniological differentiation between European wildcats (Felis silvestris silvestris), African wildcats (F. s. lybica) and Asian wildcats (F. s. ornata): implications for their evolution and conservation. In: Biological Journal of the Linnean Society. Band 83, Nr. 1, September 2004, Seite 47

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